Melilla

Marokko-Spanien

Die Berliner Mauer zur See…Die spanischen Enklaven Ceuta und Melilla in Marokko bilden die einzige Landgrenze zwischen Afrika und der EU. Auf der Suche nach einem besseren Leben in Europa, sind die beiden kleinen Küstenstädte das Ziel tausender Migranten, welche die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer nicht wagen. Allein im März dieses Jahres stürmten rund 1000 Menschen die Grenzanlagen von Melilla. Der Hälfte gelang es diese zu überwinden. Die marokkanischen Behörden schätzen, dass in der Nähe der Enklaven mehr als 30,000 Flüchtlinge auf einen günstigen Moment warten die Grenze zu überwinden. In Ceuta wurde der 8,4km lange Zaun im Jahre 2005 von 3 auf 6m erhöht und zusätzlich mit Stacheldraht gesichert. Dies geschah im Anschluss an ein Blutbad am 25. September, bei dem Migranten die über den Zaun klettern wollten von spanischer Seite mit Gummigeschossen und von marokkanischer Seite aus mit scharfer Munition beschossen wurden. Dutzende Menschen fanden den Tod und eine noch größere Anzahl wurde verletzt. Dieses Jahr im Mai bauten die marokkanischen Behörden –welche die Siedlungen nicht als spanisches Territorium anerkennen- mit dem Bau eines 5m hohen Zaunes mit scharfen Spitzen. Die Flucht über das Mittelmeer wird inzwischen als „Die Berliner Mauer aus Wasser“ um die „Festung Europa“ genannt und hat seit 1988 ca. 20 000 Menschen das Leben gekostet.

 

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