1969 Belfast

Katholiken – Protestanten

“Wall of Shame” und “The Peace Wall”… Der Nordirische Konflikt hat seine Wurzeln in der Teilung Irlands 1921. Durch die Trennung entstand eine britische Provinz, in welcher verschiedene Nationalitäten, Kulturen und vor allem auch Religionen einander gegenüber standen. Die Protestanten sahen sich selbst als Briten und die Katholiken eher als Iren. Gewaltausbrüche sorgten dafür, dass die ersten Stücke von Nordirlands „Peace Line“ schon 1969 in Belfast erbaut wurden. Sie waren damals als zeitweise Barriere errichtet um verfeindete Nachbarschaften voneinander zu trennen. Auf beiden Seiten wurde der Bau zunächst begrüßt, da dieser einen direkten Effekt auf den Frieden in den jeweiligen Vierteln hatte. Die Grenze besteht aus einer Serie von 59 Mauern und Zäunen in Belfast, Londonderry-Derry, Portadown und Lurgan, die in der Länge zwischen ein paar hundert Metern und bis zu 5km. Im Jahr 2014 ist die Mauer eine Touristenattraktion, bezeugt jedoch noch immer die blutige Geschichte der britischen Provinz. Rund 3500 Menschen starben durch die politische Gewalt in Nordirland. „The Wall of Shame“ nennt man das Ganze auch. Das neueste Mauerstück wurde im Jahr 2008 an einer Grundschule in Belfast errichtet als die Ressentiments erneut aufflammten. Noch immer akzeptieren nur rund 5% der Nordirischen Schulen gleichzeitig katholische und protestantische Schüler.

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