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China-Nordkorea

Die 250km lange und 4km breite entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea ist weltweit als am stärksten militarisierte Grenze bekannt. Als beiläufiger Nebeneffekt hat sich das Gebiet dieser Zone, in welcher Menschen keinen Zutritt haben, zum weltweit besterhaltenen Naturschutzgebiet in einer gemäßigten Klimazone entwickelt. Im Norden haben sowohl Nordkorea als auch China entlang der 1415km langen Grenze Mauern errichtet um den Strom der Flüchtlinge aus dem bettelarmen Nordkorea zu unterbrechen. Im Jahr 2016 lag die Schätzung geflüchteter Nordkoreaner in China zwischen 20 000 und 400 000. In 2007 verstärkte China die Präsenz der Grenztruppen und die Anzahl der Wachtürme. Nordkorea folgte mit dem Bau von Wachposten entlang der beliebtesten Fluchtwege. Im Anschluss erhöhte China die Mauer von 2.5m Höhe auf 4m inklusive Stacheldraht, Kameras und Bewegungsmeldern um einen Zustrom von Flüchtlingen nach einer Missernte und einer dadurch erwarteten Hungersnot abzuwehren. Auf Kritik der UN-Kommission reagierte China mit der Erklärung, dass die Mauer zur Stabilisierung der Koreanischen Halbinsel erforderlich sei und dass die meisten Flüchtlinge nicht aus politischen sondern aus ökonomischen Gründen ihr Land verlassen würden.

 

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